Das Renaissanceschloss Ponitz im Januar 2019

Die Ponitzer werden es als erste hautnah erfahren können, wenn sie an der Pilotveranstaltung von TRAFO im Altenburger Land am 2. März 2019 ab 17 Uhr teilnehmen. Herzlich eingeladen sind sie auf jeden Fall und natürlich jeder, der sich für Kultur interessiert und neugierig ist auf Lesungen, Konzerte und Gespräche im Schloss Ponitz.

Die Gemeinde Ponitz und der Förderverein Renaissanceschloss Ponitz sind dem Aufruf des TRAFO-Teams um das Lindenau-Museum, das Landestheater Altenburg und das Museum Burg Posterstein gefolgt. Ein spannendes Salonthema war schnell gefunden – nämlich die mehr oder weniger durchlässige Landesgrenze, die seit Jahrhunderten das Leben der Ponitzer bestimmt.

Grenzenlos!? – Das Programm:

Natürlich hatten die Vorfahren ganz andere Probleme mit der Grenzlage als die Bürger heute. Sie brauchten z. B. einen Pass, um nach Meerane zu gelangen. Aber auch heute unterscheidet sich das Leben der Ponitzer durch ihre nahe Lage zu Sachsen durchaus von dem in anderen Gemeinden der Region. Doch wie gehen die Bürger mit dieser Grenzlage heute um, da Grenzen in Europa kaum noch eine Rolle spielen? Um diese Fragen herum haben Kulturakteure des Altenburger Landes gemeinsam mit Ponitzern ein spannendes Programm gestrickt.

17 Uhr, Festsaal: Konzert des Klarinettenorchesters „DaCapo“
der Musikschule Altenburger Land unter Leitung Matthias Meischner

17.30 Uhr, Trauzimmer: Aus Ponitzer Dorfchroniken gelesen
mit Monika Diedrich und Ingo Prehl, Ponitz

17.50 Uhr, Festsaal: Die Grünitzer
Tanzeinlage

18.00 Uhr, Festsaal: Offenes Singen
mit dem Chor der Musikschule Altenburger Land unter der Leitung von Antje Herrmann

19 bis 20 Uhr, Trauzimmer: „Ponitz an der Grenze“
Offenes Gespräch zur Grenzlage von Ponitz und den Folgen, mit dabei: Jugendliche aus Ponitz, die Bürgermeister von Ponitz und Meerane, der Landrat, Ponitzer live und im Interview mit Gunter Auer, Moderation: Blanka Weber

20.30 Uhr, Festsaal: George Enescu: Aubade für Streichtrio, Sonate für Violine und Klavier, Konzertstück für Viola und Klavier
mit Caliope Braumann-Badea (Violine), Louise Denis-Nesprias (Viola), Eckhard Becker (Cello) und Camelia Sima (Klavier)

21 Uhr, Trauzimmer: Solostück Thom Pain
mit Manuel Struffolino, Theater Altenburg-Gera

21.30 Uhr, Festsaal: Jazz-Project Ponitz
Leitung: Samuel Werner

Ausstattung: Susann Schade, Manuela Naumann und Teilnehmer an Workshops des Studios Bildende Kunst im Lindenau-Museum Altenburg

Historische Darstellung: Museum Burg Posterstein

Kulinarische Versorgung: Förderverein Renaissanceschloss Ponitz e.V.

Programmleitung: TRAFO-Team des Altenburger Landes mit Ponitzer Bürgern

Technik: Theater Altenburg-Gera

Video-Interviews zu Ponitzer „Grenzerfahrungen“

Blick auf den Ort Ponitz - Aquarell von Monika Diedrich
Blick auf den Ort Ponitz – Aquarell von Monika Diedrich

Der „fliegende Salon“ landet in Ponitz zu einer kulturellen Veranstaltung, bei der alle zum Mitmachen aufgefordert sind. Im Vorfeld wird der TV-Journalist Gunter Auer Ponitzer und natürlich auch Grünberger oder Zschöpeler interviewen zu ihrem Verhältnis zum Phänomen Grenze. Die Interviews werden dann im Salon gesendet und sollen das offene Gespräch der Ponitzer mit Politikern von beiden Seiten der Grenze einleiten.

Es lesen Ponitzer aus der Chronik, junge Malcher und Marchen treten auf und es sind alle zum Mitreden aufgefordert. Der Schauspieler Manuel Struffolino vom Landestheater Altenburg liest, das Orchester „Da Capo“ spielt, die Musikschule lädt zum Mitsingen ein, die „Grünitzer“ tanzen.

Für die Bühnengestaltung werden Ausstatter des Theaters und Dozenten des Studios Bildende Kunst am Lindenau-Museum gemeinsam mit möglichst vielen Ponitzern im Rahmen von Workshops sorgen.

Ein Kammerkonzert bieten Mitglieder des Theaters Altenburg-Gera und wer nach 21.30 Uhr noch dabei ist, hat die Chance das neue Ponitzer Jazz-Project unter Leitung von Samuel Werner zu hören.

Für Speis und Trank sorgt der Förderverein Renaissanceschloss in bewährter Weise.

Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro). Der Eintritt kommt dem Renaissanceschloss zugute.